Tonbandaufnahmen
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Karin Boye ist in ihren Gedichten dieselbe die sie in ihren Rezitationen war. Sie stellte sich nicht gern hinter die Rednertribüne sondern ein Stück nebenan. Sie wollte frei stehen. Sie nahm genügend Zeit ehe sie zu lesen begann, damit der Körper Zeit hatte, ins vollkommene Gleichgewicht zu kommen und während des Lesens stand sie ganz still mit den Absätzen zusammen und mit dem Gesicht ein wenig aufwärts. Ihre ganze Gestalt und ihr reines offenes Gesicht harmonierten auf eine wunderbare Weise mit den Gedichten die sie las. Sie war selbst in solchen Augenblicken eines von den Symbolen, das ihr Genius aufsuchte.
Der Text ist einem Artikel Björn Juléns, "Karin Boye-bildens
förvandlingar" entnommen. Den Artikel findet man in "Karin Boyes Liv och Diktning III"